Ausbau Bahnhof Bern - Aushub der besonderen Art

Mitten in der Stadt Bern findet zurzeit ein Aushub der besonderen Art statt, der so in der Schweiz und wahrscheinlich auch in Europa noch nie umgesetzt wurde.

Der Zufahrtstunnel des neuen Tiefbahnhofs Bern zweigt von dem bestehenden Trasse im Bereich des Aarehangs ab. Da der Bahnbetrieb dauerhaft aufrechterhalten werden muss und die Erstellung des Abzweigs in bergmännischer Bauweise sehr grosse unterirdische Querschnitte ergeben hätte, wurde die Umsetzung in offener Bauweise bevorzugt. Dazu wird zurzeit im Wildpark der bestehende in den 1960er Jahren erstellte Schanzentunnel auf einer Länge von ca. 150m freigelegt. Die Arbeiten erfolgen unter laufendem Bahnbetrieb. Damit dieser nicht gefährdet wird, wurde der Tunnel vorgängig alle 0.8 m mit Stahlbögen und Längsaussteifungen verstärkt.

Die Aushubarbeiten werden ausserdem geodätisch von innen und aussen überwacht. Zudem werden die Erschütterungen, welche durch den Felsabtrag entstehen, laufend gemessen. Sobald es zu Überschreitungen vorgängig definierter Grenzwerte kommt, werden die Aushubarbeiten (Art der Abbaugeräte, Distanz zum Tunnel) angepasst. Die Arbeiten unterliegen ständig wechselnden Anforderrungen, da das Verhalten des Bauwerks sowie die Einwirkungen des Aushubs auf das Bauwerk nur schwer prognostiziert werden konnten. Unter diesen herausfordernden Randbedingungen laufen die Arbeiten im erwarteten Zeitplan. Die B+S AG ist im Rahmen einer Planergemeinschaft verantwortlich für die Projektierung und Bauleitung dieses besonderen Bauwerkes.

  • 03.04.2020


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